Hintergrund der Sternengarde

"Wissen Sie, manche sagen, das Geschäft mit den Waffen sei ein schmutziges. Natürlich kommen solche heuchlerischen Moralappelle nur von jenen, die auf der falschen Seite des Blasters stehen. Und überhaupt folge ich dem Grundsatz, dass man sich einfach nur nicht die Hände beschmutzen darf.

 

Warum, fragen Sie? Nun, Waffen sind eine gefährliche Angelegenheit. Selbstredend sind sie das, und wer vermag schon daran zu zweifeln? Aber die Gefahr, von der ich spreche, kommt nicht von der Waffe selbst. Die wenigsten Waffen stehen eines Morgens auf und beschließen, dir am Abend den Schädel wegzupusten. Viel eher ist es die Person hinter der Waffe, oder die Person hinter dieser Person.
 

Waffen stehen immer mit Interessen in Verbindung. Der eine führt damit seinen eigenen kleinen oder auch großen Krieg, der andere sucht nur den schöpfbaren Profit. Und egal auf welcher Seite du stehst, früher oder später trittst du einem dieser Leute auf die Füße. Dabei ist es vollkommen gleich, ob du den ganzen Tag, die ganze verdammte Woche regungslos im Bett verweilst - Feinde schaffst du dir trotzdem irgendwann.
 

Doch ich spreche hier nicht von Feinden der Republik oder irgendwelchen Organisationen, die man irgendwann einmal zu den Bösen erkoren hat. Nein, diese Feinde sind anders; haben etwas Persönliches mit dir. Schießt dir jemand im Krieg den Hintern weg, dann richten sich seine Aggressionen in der Regel auf deine Hintermänner, also deine Auftraggeber, oder eben deine Seite. Er schickt dich aber nicht in den Staub, weil er dein Gesicht nicht mag oder du ihm die Frau ausgespannt hast.
 

Im Waffengeschäft hast du allerdings immer irgendwem die Frau ausgespannt und deswegen ist es auch immer etwas Persönliches. Außerdem will jeder sein Stück vom Kuchen, wenn sich irgendwer auf irgendeinem Planeten den Krieg erklärt. Ob dieser Krieg dann notwendig oder gerechtfertigt wäre, ist nicht von Belang. Es zählt nur, wie man möglichst viele Waffen möglichst teuer an den Mann bringt! Das große Los gezogen hat derjenige, der beide Seiten gleichermaßen beliefern kann.
 

Das Zauberwort lautet 'Credits'. Denn Credits bedeuten Macht. Zumeist sind sie sogar das einzige Mittel, um überhaupt an Macht zu gelangen. Vergessen Sie den Senat. Was wissen die Senatoren schon? Glauben, dass sie eine ganze Galaxis beherrschen und wissen oftmals gar nicht, was außerhalb ihrer wohlbehüteten Luxuswohnungen vorgeht. Nein, die Macht liegt bei denen mit dem dicken Konto. Natürlich auch bei denen die Waffen haben; aber die wirklichen Gewinner sind immer jene, die nicht nur Waffen haben, sondern diese auch für ordentlich Credits den Besitzer wechseln lassen.
 

Ich und meine Leute werden dafür bezahlt, dass die... richtigen Gruppen einen Teil der Macht bekommen, den sie auch brauchen können. Dennoch sind wir dabei die Guten - und jeder, der etwas anderes behauptet, dürfte eigentlich nicht mehr leben. Wir machen keine Geschäfte mit irgendwelchen Hutten, oder gar den Sith. Nein, wir beliefern die Republik. Nicht zuletzt, weil sie gut bezahlen... noch!
 

Zudem eröffnet die Republik gewisse... Freiheiten, die unter anderen Umständen undenkbar wären. Grundsätzlich weil sie unfähig sind, aber das muss man ihnen ja nicht unter die hochnäsige Nase reiben. Wir pflegen eine gesunde Beziehung zur Republik und gerade dieserzeit bedeutet das vor allem, dass wir gute Geschäfte machen. Nicht zu vergessen die Verfügung von weiteren Vorzügen, die dieses kleine Arrangement einbringt. Und wenn ich von Vorzügen spreche, dann meine ich natürlich die Jedi.
 

Ich weiß nicht, welche mystischen Angelegenheiten die Jedi mit dem Universum zu schaffen haben und offen gesagt interessiert es mich auch nicht. Trotzdem ist es stets vorteilhaft einen Jedi an seiner Seite zu wissen, wenn wieder einmal einer dieser dreckigen Hutten meint, unsere Ladung gehöre ihm. Stinkendes Pack!
 

Wir beliefern die Republik im Namen unserer Auftraggeber. Eigene Interessen schließt das natürlich nicht aus. Wer viel herum kommt, der kann auch viele Geschäfte machen - eigene Geschäfte. Wenn Sie verstehen, was ich meine. Insbesondere, wenn es deinem Gegenüber an Optionen mangelt, ist ein gutes Geschäft stets in greifbarer Nähe.
 

Und meine Jungs? Die erledigen ihren Job und lassen sich nicht von der sogenannten 'Obrigkeit' herumkommandieren. Die Sternengarde hat ihre eigene Struktur, ihre eigenen Ziele und ihre eigenen Geschäfte. Wir lassen uns schon seit langer Zeit nicht mehr vorschreiben, wie wir zu arbeiten haben. Entweder unsere Konditionen oder keine Übereinkunft; eine einfache Gleichung! Denn niemand befiehlt uns.
 

Nicht der Sternengarde."

 
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